MonA-Net - Mädchen online Austria Netzwerk - Burgenland in Mädchenhand!

Gender Mainstreaming

Gender Mainstreaming ist eine Strategie, um das Ziel Chancengleichheit von Frauen und Männern zu erreichen.

Gender = "soziales Geschlecht"
Das Englische unterscheidet sprachlich zwischen "sex", dem biologischen Geschlecht, und "gender", dem sozialen Geschlecht. Mit Gender sind die gesellschaftlichen Geschlechterrollen gemeint, die Vorstellungen und Erwartungen, wie Frauen und Männer sind bzw. sein sollen. Die Geschlechterrollen können sich im Lauf der Zeit ändern und sind innerhalb und zwischen den Kulturen unterschiedlich.

Mainstreaming = "in den Hauptstrom bringen"
Mainstreaming heißt, dass ein bestimmtes Denken und Handeln in den "Mainstream" - in Politik und Verwaltung, Programme und Maßnahmen - übernommen und zu einem selbstverständlichen Handlungsmuster wird. Dass ein Sonderthema zu einem Hauptthema wird. Mainstreaming heißt, den "Mainstream" zu durchdringen und zu verändern.

"Gender Mainstreaming" heißt, soziale Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern in allen Bereichen und bei allen Planungs- und Entscheidungsschritten immer bewusst wahrzunehmen und zu berücksichtigen. Alle Vorhaben werden so gestaltet, dass sie auch einen Beitrag zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern leisten.

Bei allen Planungs- und Entscheidungsschritten werden die Fragen gestellt:

  • Wie sieht in dem betreffenden Bereich das Geschlechterverhältnis aus?
  • Wie wirkt sich das geplante Vorhaben auf die Situation von Frauen und Männern aus?
  • Wie kann ein Beitrag zur Förderung der Gleichstellung geleistet werden?

Gender Mainstreaming ist eine Strategie, um das Ziel Chancengleichheit von Frauen und Männern zu erreichen.

Chancengleichheit besteht dann, wenn die Gleichstellung von Frauen und Männern erreicht ist. Erst wenn Frauen und Männer die gleichen Start- und Rahmenbedingungen haben, haben sie die gleichen Chancen.

Was heißt Chancengleichheit?

  • Chancengleichheit heißt, dass Frauen und Männer die gleichen Chancen haben, im wirtschaftlichen, politischen, sozialen und kulturellen Leben nach ihrer freien Entscheidung zu partizipieren.
  • Chancengleichheit heißt nicht Gleichbehandlung. Denn wenn Ungleiche gleich behandelt werden, führt das nicht zur Gleichheit, sondern setzt Ungleichheit fort.
  • Chancengleichheit besteht erst, wenn die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern in allen gesellschaftlichen Bereichen erreicht ist. Erst wenn Frauen und Männer die gleichen Start- und Rahmenbedingungen haben, haben sie die gleichen Chancen.
  • Solange zum Beispiel Frauen in Führungspositionen in der Minderheit sind, müssen sie besonders darum kämpfen, dorthin zu kommen. Und wenn sie es geschafft haben, müssen sie ihre Fähigkeiten und Leistung besonders unter Beweis stellen. Oder solange es beispielsweise in der Mehrheit Frauen sind, die Betreuungsarbeiten übernehmen, gehen Unternehmen von der Wahrscheinlichkeit aus, dass Frauen ihre Berufslaufbahn unterbrechen, und solange wird für Frauen schon alleine die Möglichkeit, dass sie dies tun könnten, ein Nachteil sein.

Eine Anleitung zu frauenfreundlicher Sprache findet ihr unter: www.mona-net.at/infos.und.tipps/?art=114

Artikelfortsetzung

Linkliste Gender Mainstreaming

.
Du bist nicht eingeloggt
LOGIN


Passwort vergessen?
 


Find us on Facebook!
Follow us on Instagram!
Subscribe on YouTube!