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"Hikikomori" - Menschen auf Rückzug

In Japan werden Menschen, die sich für mindestens 6 Monate gesellschaftlich zurückziehen bzw. zuhause einschließen als "Hikikomori" bezeichnet. In manchen Fällen dauert der Rückzug sogar Jahrzehnte.
Meistens sind Hikikomori männlich.

Tamaki Saito, ein japanischer Psychologe hat 1998 dieses Phänomen erstmals beschrieben. Laut ihm gab es damals ca. 1 Million Hikikomori auf 127 Millionen Einwohner.

Der Beginn liegt meistens in der Verweigerung die Schule zu besuchen. Viele Hikikomori fühlen sich von den hohen Erwartungen der Gesellschaft überfordert.

Drei Faktoren sind für die Entwicklung zum Hikikomori maßgeblich:

1. Die finanzielle Situation da die wohlhabende Mittelschicht in Japan eher die Möglichkeit hat auch ihre erwachsenen Kinder zu versorgen als die finanziell schlechter gestellten Familien wo die Kinder früh arbeiten gehen müssen.
2. Die familiären Verhältnisse sind entscheidend dafür ob die Eltern die beginnende Isolation der Kinder erkennen und entsprechend darauf reagieren.
3. Die Situation auf dem Arbeitsmarkt ob BerufseinsteigerInnen einen Job bekommen.

Auch das straffe Schulsystem oder Druck von MitschülerInnen begünstigt die Entwicklung zum Hikikomori.

Zu den Symptomen zählen:

* Verlust von sozialen Kontakten wie FreundInnen
* zunehmende Unsicherheit
* soziale Ängste
* Abkapseln von der Umwelt
* Umkehr von Tag- Nachtrythmus
* viel Zeit am Bildschirm (PC, TV,...)

Behandelt werden die Betroffenen meist auf psychiatrischen Weg mit längeren stationären Aufenthalt sowie sozialpädagogisch mit Integration in Wohngemeinschaften.

Nähere Infos siehe de.wikipedia.org/wiki/Hikikomori

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