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Brigitte Modemagazin - Schluss mit den Alltagsmodels, zurück zu den professionellen Kleiderständern

Fast drei Jahre lang hatte das Magazin ausschließlich Frauen für Fotoproduktionen engagiert, die nicht hauptberuflich als Model arbeiten (siehe unten) . Die Revolution ist vorbei: Das Frauenmagazin zeigt wieder professionelle Fotomodelle. Der Anblick normaler, hübscher Frauen sei den Leserinnen zu viel gewesen.

Liebe normale Frau
leider, leider hast Du die Erwartungen nicht erfüllt. Wieder einmal bist Du nicht gut genug. Wieder reicht das, was Du zu bieten hast, nicht aus. Die Frauenzeitschrift "Brigitte" verabschiedet sich von der Idee, ihre Mode von Dir präsentieren zu lassen, und bedient sich wieder Frauen, die was können. Mode präsentieren nämlich.

Damit wird die nächste Perle auf der langen Kette der Dinge aufgefädelt, für die Du einfach etwas... naja, sagen wir: zu wenig bist. Wo das, was Du kannst, nicht ausreichend ist. Dabei könnte man ja denken, fürs Kleiderzeigen reicht es immer. Da muss frau nicht schlau sein, nicht gebildet, oder wissen, wo der Eiffelturm liegt, da muss sie einfach ihr Bein hinhalten und gelangweilt gucken. Modeln ist ja für Frauen, was Fußball für Männer ist - eine tolle Art, auch ganz ohne Hirn zu viel Geld zu kommen. Wobei in letzter Zeit vor allem Mannequins mit Abitur gefragt sind, das ist ja auch wieder so ein Trend, den keiner versteht.

Aber egal - dieser Traum ist vorbei. Das Modeln machen jetzt wieder die, die das können.
Quelle: Silke Burmester, Spiegel online


Die Chefredakteure begründen diese Entscheidung mit den Reaktionen der Leserinnen: "Viele von Ihnen sagten in letzter Zeit: 'Die Idee ist ja gut, aber manchmal will man einfach nur die Mode sehen.' Oder: 'Ich fühle mich manchmal von der Mode abgelenkt, wenn eine ganz normale Frau gezeigt wird. Und, ja, auch unter Druck gesetzt: Wenn die Frau von der Straße auf den Fotos in Brigitte schon so schön aussieht, das macht einem ja Minderwertigkeitskomplexe", ist auf Brigitte.de zu lesen.

Modemagazin ohne "gemachte Schönheiten"

6.09.2009
Haben die Models bald ausgedient? Diesen Eindruck bekommt frau angesichts der Einschaltquoten von Modelshows im TV eigentlich nicht. Zur gleichen Zeit hat aber nun eines der beliebtesten deutschen Modemagazine, "Brigitte" künftig komplett auf Models in ihren Mode-, Fitness- und Lifestyle-Strecken zu verzichten.
Dazu Andreas Lebert, Chefredakteur der Brigitte: "Hinter dem Beruf des Models steckt die Idee, die Frauen nicht selbst zu zeigen, sondern einen Platzhalter - ein Modell gewissermaßen. Das empfinden viele Frauen inzwischen als überholt, zumal die Schönheitsideale, wie sie auch von der Modelbranche geprägt werden, stark umstritten sind."


Street-Style ist IN

Für Brigitte Huber, Chefredakteurin der Brigitte ist wichtig, dass "Attraktivität heute viele Gesichter hat. Auch sind Designer nicht mehr die alleinigen Initiatoren von Trends. Ob Schauspielerinnen, Musikerinnen, Präsidentengattinnen oder die Frauen auf den Straßen der Metropolen - sie alle prägen Mode- und Beauty-Styles.

Ab 2010 sollen deshalb in allen Heften und auf allen Online-Seiten der Brigitte nur noch "Frauen, die mitten im Leben stehen, wie Studentinnen, Schauspielerinnen, Buchhändlerinnen, DJanes, Künstlerinnen, Köchinnen, Grafikerinnen, Tänzerinnen, Unternehmerinnen - Leserinnen" zu sehen sein.

Wie sich die Brigitte die reale Frau vorstellt und ob sie sich tatsächlich vom bisherigen Model-Look unterscheiden wird, könnte spannend werden. Eine eigene Seite lädt Leserinnen schon einmal dazu ein, sich für eine Fotostrecke zur Verfügung zu stellen.
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