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Mädchen und Alkohol

Viele Sexualdelikte werden an alkoholisierten Mädchen und jungen Frauen begangen. Oft machen Täter ihre Opfer absichtlich betrunken oder sie wählen bereits stark alkoholisierte Mädchen aus.

Risiken speziell für Mädchen

Alkohol beeinflusst die Wahrnehmung, beeinträchtigt die motorischen Fähigkeiten wie Koordination, Gleichgewicht und Orientierung und führt gleichzeitig zu einer Überschätzung der eigenen Fähigkeiten.

Alkoholkonsum hat Auswirkungen auf das Verhalten

Selbstüberschätzung, Enthemmung, abnehmbare Urteils-fähigkeit, Aggressivität, Verwirrtheit und kann zu Risiko-verhalten führen.

Aufgrund der Beeinträchtigung durch den Alkohol ist für Mädchen diese Situation oft nichtrichtig einschätzbar, ihre Risikobereitschaft steigt, z.B. sich mit mehreren Burschen in eine unbekannte Wohnung zu bege-ben oder im Auto mitzufahren. Zudem sind sie dadurch wenig wehrfähig.
Dies wird von Burschen oftmals ausgenützt, um sexuellen Kontakt zu den Mädchen und jungen Frauen zu haben.

Psychische und strafrechtliche Folgen

Sexualdelikte an alkoholisierten Mädchen und jungen Frauen haben für die Täter oftmals keine strafrechtlichen Konsequenzen.
Viele der begangenen Straftaten kommen aus Schuld- und Schamgefühl der Betroffenen nicht zur Anzeige.
Wenn doch, müssen die Verfahren oft eingestellt werden, weil keine Gewaltanwendung nachweisbar war. Der beim Opfer nachträglich festgestellte Blutalkoholgehalt reicht aber auch nicht aus, um den Tatbestand des sexuellen Missbrauchs einer wehrlosen oder psychisch beeinträchtigten Person zu erfüllen.
Bislang wird im Strafrecht bei derartigen Fällen auf die schwere Beeinträchtigung des Opfers, die ja eine Gewaltanwendung ohnehin unnötig macht, nicht näher eingegangen.

Als besonderes Ungleichgewicht kann die Tatsache gesehen werden, dass eine Alkoholisierung des Täters zur Tatzeit unter Umständen als schuldmildernd eingestuft wird.

Für die durch den sexuellen Übergriff traumatisierten Mädchen und jungen Frauen ist ein Freispruch des Täters bzw. die Einstellung des Gerichtsverfahrens oft ein zusätzlicher schwerer Schlag, da sie das ihnen zugefügte Unrecht als nicht sanktioniert hinnehmen müssen.


Daher - „Trinken mit Grenzen um persönliche Grenzen zu wahren“

Tipps

  • Getränke nicht unbeobachtet stehen lassen- gemeinsamer Heimweg mit FreundInnen und Alkoholkonsum mit Spaß und Maß!
  • Wenn du im Lokal von anderen Gästen belästigt oder bedrängt wirst wende dich ans Bar-personal, sie helfen dir gerne!


Autorin:

Teresa Lugstein
Mädchenbeauftragte des Landes Salzburg
make it

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