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Ein Königreich für einen Job

Ich bin jung, ich bin cool, ich bin ambitioniert, ich bin arbeitslos.
Ich bin jung, ich bin cool, ich bin immer ambitioniert, ich bin arbeitslos.
Ich bin jung, ich bin cool, ich scheiß bald drauf!

Junge Menschen auf der Suche nach einem Job.
Die Show kann beginnen.
Wer ist erfolgreich? Wer resigniert? Wer verliert die Nerven? Wer kennt die Regeln? Wer nimmt eine Abkürzung? Wer bleibt auf der Strecke? Wer pfeift auf das Spiel? Wer hat (Ge)Wissen? Wer lacht zuletzt? Wer boykottiert? Wer kommt ans Ziel? Wer ist wer?

"Ein Königreich für einen Job" ist eine Castingshow, der Hauptgewinn:

Ein Traumjob. Der Weg zum Traumjob ist jedoch kein einfacher und die KandidatInnen müssen ihr Letztes geben um das Ziel zu erreichen. Regisseur Kurt Wozek inszeniert das Jugendstück als Show, vom AMS veranstaltet, in welcher die arbeitssuchenden Mitwirkenden durch die erfolgreiche Absolvierung diverser Übungen ihrem Ziel Stück für Stück näher rücken. "Die Arbeitslosigkeit ist ein Allerweltsthema, alle reden darüber, und mir ist es wichtig, dass es viele Menschen beschäftigt," so Regisseur Wozek

Das Publikum
Die Zusehenden werden von Anfang an ins Geschehen miteinbezogen. Auch die Pflichten des Publikums werden von den ModeratorInnen der Show gleich zu Beginn klargestellt. Leuchte eine gelbe Lampe auf, müsse man klatschen und jubeln, bei Leuchten einer roten Lampe solle man schimpfen. So fühlt sich das Publikum beinahe wie in einer richtigen Show – die Pflicht wird bald zur Automatik. Auf die Zwischenfrage der Moderatorin, wie denn die Show bisher gefalle, eine Zuseherin: "So schrecklich wie alle diese Shows, aber mit mehr Tiefgang."

Die Regeln
Die Regeln sind einfach, aber unfair: Von den ModeratorInnen werden Aufgaben vorgegeben, die von den KandidatInnen erfüllt werden müssen. Wer die Übungen erfolgreich absolviert, darf in die nächste Runde aufsteigen, doch nicht immer wird der Erfolg belohnt. Beispielsweise muss ein Kandidat, obwohl er hervorragende Leistungen erbringt, die Show verlassen. Undurchsichtige, unfaire Regeln sind der Rahmen, in dem sich die KandidatInnen bemühen, ihrem Ziel näher zu kommen. Je weiter die Handlung voranschreitet, desto klarer wird, dass Erfolg von anderen Faktoren als den Fähigkeiten und Leistungen der TeilnehmerInnen abhängt.


Die Aufgaben
Die charmanten ModeratorInnen – die Charakterzüge samt Einfältigkeiten ihrer Konterparte in der realen Casting- und Quizwelt aufweisen – stellen den TeilnehmerInnen knifflige Aufgaben und Übungen, die gelöst werden müssen. Diese Übungen sind durchzogen vom Pseudo-Teamgeist der Mitspielenden, die nicht zuletzt aufgrund der unübersehbaren Parallelen zu den realen Castingshows, derartig authentisch wirken. Es kann schließlich nur eine/n GewinnerIn geben! Ganz nach dem Motto: "Besser man steigt jemandem ins Kreuz, als umgekehrt", das den AnwärterInnen des Traumjobs vermittelt wird. Die ModeratorInnen wollen durch erniedrigende Aufgaben herausfinden, wie weit die KandidatInnen für ihren Traumjob gehen würden. "In kaschierter Form ist die Erniedrigung ständig präsent, egal wo. Sie ist nur gut gekleidet," so Wozek.

Der Regisseur und die DarstellerInnen
Karl Wozeks Anliegen war es, die jungen DarstellerInnen des Ensembles „Kinder des Februar“ zum eigenständigen Mitarbeiten anzuregen. Unter seiner Leitung arbeiteten die Jugendlichen in den Bereichen Recherche, Stückaufbau, Video und Darstellung. Dass sich die Darstellenden selbst einbringen durften, machte sich durch die erfrischend-natürlichen Dialoge bemerkbar, die nicht nur speziell jugendliches Publikum, sondern durchaus auch ältere Semester ansprachen und amüsierten. Auch das AMS, das im Stück als Initiator der Show fungiert, und ohnehin nur die Arbeitslosenstatistiken "richtigstelle", wird in zynischen Anspielungen nicht vergessen. Mit seinem Stück zum Thema Arbeitslosigkeit bzw. Arbeitssuche will Wozek eine Auseinandersetzung und Beschäftigung der Menschen mit dieser Thematik erreichen. Die erhoffte Wirkung beim Publikum wird nicht verfehlt, durch eine humoristische Darstellung des Geschehens kommen unerwartete, ernste Einschübe noch stärker zum Ausdruck. Wichtigstes Anliegen ist dem Regisseur, jungen Leuten zu vermitteln, sich nicht sofort mit irgendeinem zweitklassigen Jobangebot abzufinden - obwohl es nicht einfach ist seinen Traumjob zu bekommen. Sie sollten versuchen ihr Ziel zu erreichen und sich selbst zu verwirklichen, "ohne mit den Ellbogen durch die Welt zu gehen".

Nächste Vorstellung: 22.-24. Mai 2007
Saal 1
Museumsplatz 1
1070 Wien,
Dschungel Wien


Quelle: www.derstandard.at

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