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Mnemotechnik

Wisst ihr, was man darunter versteht???

Auch wenn ihr es noch nicht wisst, braucht ihr bestimmte Aspekte der Mnemotechnik sicherlich auch jetzt schon tagtäglich. Neugierig?

Wer will sein Gedächtnis nicht optimal nützen?
Heute erfahrt ihr, was man darunter versteht.
Morgen wird eine Technik vorgestellt, übermorgen noch eine weitere und dann am letzten Tag noch der leichte Weg um sich Zahlen zu merken.

Mit diesen Tipps und ein bisschen Kreativität können die Prüfungen im Jänner nur gelingen!

Wer von euch hat noch gute Mnemotechnik-Tipps?

1.Tag

Mnemotechniken sind Gedächtnis- bzw. Merkhilfen jeder Art, z.B. in Form von kleinen Merksätzen oder Reimen (Eselsbrücken), als Schema oder in grafischer Form.
Das Wort Mnemotechnik leitet sich aus dem Griechischen (mnêmon = aufmerksam) ab.
Bereits im alten Griechenland pflegten Redner sich der Mnemotechniken zu bedienen. Nicht ohne Grund, denn der Gebrauch dieser meist einfachen Techniken versetzt einen Menschen in die Lage, die Gedächtnisleistung um ein Vielfaches zu steigern.
Mnemotechniken sind eigentlich nur Wege, Lerninhalte gehirngerecht zu verpacken, so dass sie später mit Leichtigkeit - um nicht zu sagen spielerisch - wieder abgerufen werden können.
Wenn man sich beispielsweise mit Hilfe der Loci-Technik - eine der ältesten Techniken -, eine zufällige Abfolge von Dingen nur einmal eingeprägt hat, wird man, auch ohne Wiederholung, genau diese Abfolge noch lange Zeit später wiedergeben können, darüber hinaus in der richtigen Reihenfolge.

2. Tag

Loci-Methode

Ein typisches Beispiel für eine Methode der Mnemotechnik ist die Loci-Methode (von lateinisch locus für Ort/Platz). Um diese Technik zu beherrschen, braucht es nur sehr wenig Aufwand. Wenn man sich auf herkömmliche Weise eine Abfolge von Dingen zu merken versucht, gerät oft vieles im Gehirn durcheinander. Mithilfe der Loci-Technik werden die Lerninhalte geordnet "encodiert".

Anwendung:

Wissensgebiete, bei denen es auf Stichworte und deren Vollständigkeit und richtige Reihenfolge ankommt.

In der Loci-Technik wird für jeden Begriff ein eigener Platz reserviert, die mit verschiedenen Inhalten belegt werden können. Diese Plätze haben eine fixe Reihung, sodass es möglich wird, bei der Wiedergabe die genaue Reihenfolge einzuhalten. Die fixe Reihung, von der vorher die Rede war, kann ein wohlbekannter Weg sein, aber auch ein Raum.
Es ist notwendig, ganz eindeutige Plätze auszuwählen, wo später die zu merkenden Dinge abgelegt werden können. Zusätzlich könnte man diesen Plätzen noch Nummern zuweisen. Anschließend kann man auf die geistig vorbereiteten Plätze das zu Merkende ablegen; besonders günstig ist es, wenn man mehrere Dinge zuerst zu einem Bild verknüpft und dann erst gedanklich ablegt.
So wird „Platz gespart“ und man erinnert sich obendrein noch leichter. Man kann den Weg oder das Zimmer immer wieder benutzen, quasi neu „belegen“.

Einprägung per Spaziergang

  1. Man schreibt sich den Lernstoff auf Merkzettel auf.
  2. Man begibt sich mental auf einen Spaziergang (eine bestimmte Tour) und hält dann an bestimmten Orten (z.B. auf einer Bank an einer Bushaltestelle, bei einem Brunnen, bei einem Restaurant, bei einem markanten Baum) an und merkt sich den Stoff eines bestimmten Merkzettels.
  3. Auf dem Merkzettel wird notiert, an welchem Ort der Inhalt gelernt wurde.
  4. Man macht den Spaziergang (mit immer denselben Stationen) so lange, und wiederholt das Auswendiglernen der Merkzettel bis man das Thema beherrscht.
  5. In einer Prüfungssituation reicht es dann, sich gedanklich auf den Spaziergang zu begeben und man erinnert sich verhältnismäßig mühelos an das Gelernte.

Diese Methode funktioniert deshalb gut, weil das menschliche Gehirn Daten gut ortsabhängig einspeichern kann.

3. Tag

Kettenmethode, Assoziationsketten

Bei dieser Methode werden die zu lernenden Begriffe wie die Glieder einer Kette so aneinander gehängt, dass die richtige Reihenfolge erhalten bleibt. Man denkt sich einfach eine Geschichte aus, in der die Begriffe vorkommen. Die Gefahr besteht darin, dass ein Kettenglied verloren geht, die Assoziationskette sozusagen "reißt".

Selbst entwickelte Bildgeschichten als Merkhilfe
Ein Bild zum leichteren Merken der Inhalte des Altpaläolithikum.
Hintergrund ist eine Landkarte mit Europa und Afrika.
Es erfolgt der Anpfiff eines Volleyballspiels zwischen Afrika und Europa.
Auf Afrika stehen Vater, Mutter, Kind (2,5 Personen = 2,5 Mio Jahre), auf Europa ein Elternteil mit Kind (1,5 Personen = 1,5 Mio Jahre).
Als Volleyball wird ein behauenener Steinball benutzt, der über das Mittelmeer gespielt wird.
Die afrikanischen Fans haben eine rostige, alte (old) Wanne (Oldowan) umgedreht und stehen darauf.
Ihr Schlachtruf ist ho ha, ho ha (homo habilis).
Die europäischen Fans heulen (Acheuleen) o weh (homo erectus), weil ihr zweiter erwachsener Spieler vom Platz gestellt worden ist.

4. Tag

Zahlen: Symboltechnik

Jeder Zahl wird ein bestimmtes Symbol zugeordnet, mit diesen Symbolen lassen sich dann die zu merkenden Begriffe gut in eine Reihenfolge bringen.

Beispiel:
1 Kerze
2 Schwan
3 Dreizack
4 Kleeblatt
5 Hand
6 Elefant
7 Fahne
8 Sanduhr
9 Golfschläger
10 Füße

Die Symbole werden so gewählt, dass sie in einem gewissen Bezug zur Zahl stehen:

  • eine Kerze sieht wie eine aufgemalte 1 aus;
  • die 2 ähnelt einem Schwan;
  • ein Dreizack hat 3 Zacken;
  • ein (Glücks-)Kleeblatt hat 4 Blätter;
  • die Hand hat 5 Finger;
  • eine Elefant hat, wegen der vier Beine, dem Rüssel und dem Schwanz, sozusagen 6 Gliedmaßen;
  • eine im Wind wehende Fahne sieht wie eine geschrieben 7 aus;
  • die Sanduhr hat die Form einer 8;
  • ein nach oben gehaltener Golfschläger ähnelt einer 9;
  • beide Füße zusammen haben 10 Zehen.

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