Netlog, Twitter, Facebook, ... soziale Netzwerke sind heute aus dem Leben von Jugendlichen nicht mehr wegzudenken. Weil die Social Networks inzwischen ein wichtiger Teil des Lebens geworden sind, wecken sie auch das Interesse der Wissenschaft.
Dazu wurden mehr als 6.000 Jugendliche, die sich in Sozialen Netzwerken bewegen, online befragt.
Es wurde festgestellt, dass 70 Prozent der Befragten zwischen 12 und 19 Jahren auf mindestens zwei Plattformen angemeldet sind. Ein Fünftel ist sogar bei drei oder mehr Diensten registriert. Zu den aktivsten NutzerInnenn gehören ältere Jugendliche und Mädchen. Aufgrund von Facebook, Twitter und Co. geht die Nutzung der E-Mail als Kommunikationsmittel immer weiter zurück.
Die soziale Beziehungsarbeit ist für Jugendliche das Wichtigste an den Netzwerkplattformen: es geht ihnen darum, Freundschaften zu pflegen, den gemeinsamen Alltag zu organisieren und neue Freunde kennen zu lernen. Die virtuelle Welt ist damit keine, die mit der realen Welt der Jugendlichen nichts gemein hat. Vielmehr stellt sie eine Erweiterung und Fortsetzung des sozialen Raums im Digitalen dar.

Fast alle befragten Heranwachsenden kennen die Privatsphäre-Einstellung und damit die Möglichkeit, den Zugriff Fremder auf das eigene Profil zu unterbinden.
Weniger als die Hälfte der Befragten macht von dieser Funktion Gebrauch. Zentrale Gründe, den Zugang auf die eigenen Daten nicht zu beschränken, sind insbesondere der Aufbau neuer Beziehungen und der Wunsch nach umfassender Selbstpräsentation. Zugleich werden Gefahren bei der Preisgabe persönlicher Daten durchaus wahrgenommen.
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Quelle: Uni Leipzig