"Berührpunkt - Jugend ohne Netz" ist der Titel einer Wanderausstellung, die bis Sonntag 24.6. in der Eisenstädter Fußgängerzone Station macht. Dabei wird das Thema Kinderarmut in fünf Ausstellungscontainern erlebbar gemacht.
Mit Schicksalskarten werden die Ausstellungsbesucher in zwei konkrete Kinderschicksale hineinversetzt, können sich in der Ausstellung für verschiedene Lebenswege entscheiden und erleben, dass viele Jugendliche zwangsläufig in der Sackgasse enden.
Ein Drittel der in Armut aufwachsenden Kinder bleibt auch später arm. Im Burgenland leben etwa 10.000 armutsgefährdete Kinder - österreichweit sind es 280.000, 113.000 von ihnen müssen ihren Alltag sogar unter der Armutsgrenze bestreiten.

In Österreich hat sich die Jugendarbeitslosigkeit von 2000 bis 2007 besonders schlecht entwickelt - nämlich fast verdoppelt.
Schulungsmaßnahmen seien dennoch mehr als eine Schönung der Arbeitslosenstatistik, sagte der burgenländische Kinder- und Jugendanwalt Christian Reumann: Er erlebe es immer wieder, dass Jugendliche erst durch diese Kurse überhaupt eine Chance bekommen.
Die von den Kinder- und Jugendanwaltschaften initiierte Ausstellung "Berührpunkt" ist in der Eisenstädter Fußgängerzone noch bis Sonntag 24.6. täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr bei freiem Eintritt zu sehen.