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Frauen sind in der Politik nach wie vor stark unterrepräsentiert

Frauen in der Politik sind immer noch in der Minderheit; nur 17 Prozent aller Sitze in den Parlamenten werden weltweit von ihnen besetzt. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Interparlamentarischen Union (IPU). In den Führungspositionen fallen die Zahlen natürlich noch schlechter aus: Von 262 Präsidentschaften werden nur 35 von Frauen eingenommen, das entspricht einer Prozentzahl von nur 13 Prozent. In neun Ländern gibt es überhaupt keine weiblichen Abgeordneten.

Spitzenreiter und Schlusslichter

Die fortschrittlichsten Länder sind Ruanda (mit 48,8 Prozent Frauenanteil) und Schweden (47,3 Prozent). Österreich mit 33,9 % Prozent Frauenanteil im Parlament auf Platz 12. Die Staaten, die sich selbst für am aufgeklärtesten halten, erzielten das bescheidenste Ergebnis, denn die Parlamente der USA (16,3 Prozent) und Frankreichs (12,2 Prozent) folgen weit hinter Staaten wie den Vereinigten Arabischen Emiraten (22,5 Prozent) und Nordkorea (20,1 Prozent). Vergleicht man allerdings den Durchschnittswert der Weltregionen so liegt Europa mit 19,1 Prozent Frauen auf dem Spitzenplatz, während die arabischen Staaten mit 8,6 Prozent insgesamt am schlechtesten abschneiden.

Der Anteil der Frauen war zwar laut Bericht noch nie so hoch wie jetzt, aber der Anstieg sei in den letzten Jahren langsamer geworden. Wenn es je dazu kommen solle, dass Männer und Frauen gleich viel regieren, müssten wir wohl noch bis 2077 warten, errechnete Generalsekretär Anders B. Johnsson.
Was auf jeden Fall hilfreich war auf dem Weg dorthin, ist laut Bericht die Quotierung: In den Ländern, wo per Gesetz ein bestimmter Frauenanteil in der Regierung festgelegt wurde, fielen die Zahlen der weiblichen Abgeordneten durchschnittlich um 10 Prozent höher aus.

Quelle: www.derstandard.at

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